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Die Petition

RETTET DIE KARLSKIRCHE

Die Karlskirche, das weltberühmte Barockjuwel Fischer v. Erlachs, vor 300 Jahren zur Befreiung Wiens von der Pest gestiftet und mit dem Karlsplatz ein wesentlicher Teil des Unesco-Weltkulturerbes Wien, ist jetzt in Gefahr: Sie soll „zugebaut“ werden!

Schluss mit den Bausünden am Karlsplatz

Wir protestieren gegen die geplante massive Aufstockung des sog. Winterthur – Gebäudes am Karlsplatz. Die Bausünden der 70er Jahre sollen nicht noch verschlimmert werden. Retten wir die Karlskirche!

Im Zuge der geplanten Vergrösserung des Wien Museums am Karlsplatz möchte die Zürich Versicherung das angrenzende „Winterthur-Gebäude“ um drei Stockwerke, gut 10 Meter Höhe aufstocken. Dieser Zubau würde regelrecht an der Karlskirche „kleben“, denn der Abstand beträgt ganze drei Meter. Das hätte zur Folge, dass die Karlskirche quasi einen – sehr unschönen – Seitenflügel bekäme. Auf der anderen Seite (Argentinierstrasse) beträgt der Abstand zwischen Kirche und dem nächsten Gebäude gut das Vierfache, wodurch die Karlskirche bisher optisch freistehend erscheint.

Durch die massive Aufstockung des „Winterthur -Gebäudes“ ginge der ursprüngliche Charakter dieses grossartigen Wiener Wahrzeichens verloren. Hier wird mutwillig auch das Ensemble eines der schönsten grünen Plätze Wiens zerstört und nicht wieder gutzumachender Schaden angerichtet, nur um den kommerzellen Nutzen eines Versicherungsgebäudes zu maximieren.

Während das Projekt Wien-Museum schon aus Kostengründen weiter umstritten ist, besteht Einigkeit darüber, dass der unschöne Zweckbau des Winterthur-Gebäudes direkt an der Karlskirche einer sensiblen architektonischen Neugestaltung Platz machen könnte. Sogar der Wiener Bürgermeister Häupl forderte zuletzt einen Neustart am Karlsplatz und einen Auskauf der Versicherung durch die Stadt Wien. Immerhin ein Politiker mit Visionen.

Aber: Die rein kommerzielle Vergrösserung des Winterthur – Gebäudes lehnen wir ab!

Der Neugestaltung eines der wichtigsten historischen Plätze der Stadt muss eine eingehende Auseinandersetzung unter Beteiligung der Bürger, des Denkmalschutzes und der Anwohner vorangehen.

Wir fordern daher : Schluss mit den Bausünden am Karlsplatz!

Retten wir gemeinsam die Karlskirche!  

Petition by,
adminho

3D-Visualisierung

3D-Visualisierung der geplanten Aufstockung des Winterthurgebäudes

Reale, maßechte Ansichten des Zubaus zeigen das skandalöse Ausmaß der von der Zurich Versicherung und rotgrünen Stadtregierung geplanten Verschandelung der Karlskirche und des Karlsplatzes.
Ein weltweit renommiertes Vermessungsbüro hat auf Basis der exakten Pläne und Maße 3D Visualisierungen und Ansichten des Zubaus erstellt. Das Ergebnis zeigt auf erschreckende Art und Weise das skandalöse Ausmaß der geplanten Aufstockung des Winterthurgebäudes.

Die Fotos und der Film stehen kostenfrei zum Download und Veröffentlichung zur Verfügung.

Alle Fotos herunterladen: Download Archiv

Unterstützer

georg-eltz„Ich protestiere gegen die geplante massive Aufstockung des Winterthur – Gebäudes am Karlsplatz. Die Bausünden der 70er Jahre sollen nicht noch verschlimmert werden.

Lassen wir nicht zu, dass einer der schönsten grünen Plätze Wiens zerstört wird, retten wir gemeinsam die Karlskirche!“

Georg Eltz


rasinger_h_foto„Aus kunsthistorischer Sicht zählt die Karlskirche zu den bedeutendsten Bauten des Barocks in Europa. Die überregionale Bedeutung des Karlsplatzes ist durch die den Platz prägende Karlskirche des genialen Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach (1656 – 1723) hervorgehoben. Diese Bedeutung soll auch im Umfeld weiterhin respektiert werden. Genau das Gegenteil ist jetzt der Fall: Geplant sind daneben mehrstöckige Aufbauten sowohl auf dem denkmalgeschützten (!) Bau des historischen Museums der Stadt Wien (jetzt: Wien Museum) des Architekten Oswald Haerdtl (1899 – 1959) und als auch auf dem Winterthur-Haus des renommierten Architekten Georg Lippert (1908-1992).

Dieser Schaden für den Karlsplatz durch diese geplanten „städtebaulichen Furunkel“ in der Kernzone der UNESCO Weltkulturerbezone Wien Innere Stadt muß verhindert werden.“

H. Rasinger, Obmann
Verein Initiative Stadtbildschutz, 1030 Wien


martin-pastrnak„Als Pfarrer der Karlskirche ist mir der innere wie äußere Erhalt unserer Kirche ein besonderes Anliegen. Der geplante Zubau bedeutet einen dritten ungewollten Turm für die Karlskirche. Durch diesen Neubau wird unsere schöne barocke Kirche dramatisch verändert. Bitte unterstützen Sie diese Petition, denn nur gemeinsam können wir die Karlskirche vor diesen Plänen schützen. Vielen Dank, dass Sie sich an dieser Petition beteiligen.“

Pater Mag. Martin Pastrnak, O.Cr.
Provinzial


erwin-wurm
© Inge Prader

„Mit der Aufstockung des Gebäudes neben der Karlskirche wird das historische Stadtbild weiter beschnitten. Es wäre die Aufgabe der Politik die bedeutenden Kulturgüter unserer Stadt auch in ihrer Gesamtkonzeption zu bewahren und nicht einfach ökonomischen Interessen zu opfern.

Ein weiteres fatales Versäumnis der rot-grünen Stadtregierung!“

Erwin Wurm


christian-lippert„Schon die Errichtung des bestehenden Bürohauses war Grund zu vehementen Diskussionen und konnte nur durch einen Kompromiss zwischen Bauherrn und Gemeinde bzw. verschiedenen Bürgerinitiativen so durchgeführt werden. So ist dieses Haus das Maximum was man neben einem so herrlichen Bau wie die Karlskirche von Fischer von Erlach bauen konnte. Es wurde möglichst neutral und ohne architektonische Sonderheiten gemacht, um den Eindruck der Karlkirche nicht zu beeinträchtigen. Ich erinnere mich, wie mein Vater tagelang mit den vielen Personen und Gruppen diesen Kompromiss ausgearbeitet hat, der Abstand zur Kirche, die Höhe, die Fassadengestaltung und vieles andere wurde bedacht. Die Zürich Versicherung sollte das Haus wie es ist in Frieden lassen! Überhaupt nicht verstehe ich die Grünen mit ihrer Vizebürgermeisterin Vassilakou, die ja eigentlich für die Umwelt, Kultur und Bewahrung des Schönen in Wien eintreten sollte.“

Dr. Christian Lippert
Sohn des Architekten des Winterthurgebäudes


werner-winterstein„Die geplante Aufstockung des „Winterthurhauses“ dient ausschließlich den wirtschaftlichen Interessen des heutigen Eigentümers, und ist in weiteres Beispiel für den Niedergang der Baukultur in Wien, wo nur mehr ausschließlich gewinnorientierte Immobilien hergestellt werden und die Stadtgestaltung zu Gunsten des Profites und politischer Seilschaften ignoriert wird. Dieses Projekt ist ein städtebaulicher und gestalterischer Vandalismus im Geiste einer wienerisch-provinziellen „Kulturrevolution“.

DI Werner Winterstein
Architekt
Bewahrte die Otto-Wagner-Stadtbahnstationen Karlsplatz 1969/70 vor der Demolierung. Weltkulturerbebeauftragter der Wiener Innenstadt 2005 – 2015


Kritische Stimmen aus Kunst und Kultur gegen die Aufstockung des Winterthurgebäudes.
Gerald Matt, Friedmund Hueber & Erwin Wurm unterstützen die Initiative für den Denkmalschutz.

 

Ergebnis

Bereits 1 Personen unterstützen diese Petition zur Rettung der Karlskirche.

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Protestmail

Protestmail and die MA 21

Nun liegt der Entwurf des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes öffentlich auf und hier kann sehr einfach eine Stellungnahme abgegeben werden.

Wir haben hierfür eine Maske vorbereitet:

An: post@ma21.wien.gv.at
Betreff: Stellungnahme zum aufliegenden Entwurf des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes Nr. 8190

Sehr geehrte Damen und Herren!

• Ich bin gegen eine gemäß dem vorliegenden Entwurf möglich werdende unmittelbare Bedrängung der Karlskirche durch eine herannahende Bebauung bis zum zulässigen Mindestabstand, gegen einzelfallbezogene Ausnahmen vom Verbot der Errichtung von Staffelgeschoßen und gegen die beabsichtigte Änderung der bestehenden Bauklasse, welche eine bauliche Aufstockung des Winterthurgebäudes und des Wien Museums um beinahe 50% des aktuellen Baubestandes ermöglichen würde.

• Ich bin weiters gegen ein bei Umsetzung des Entwurfes möglich werdendes, hinsichtlich der Sichtachse vom Karlsplatz auf die Karlskirche in die Augen fallendes besonders asymmetrisches Widmungsergebnis, von dem die Karlskirche massiv negativ betroffen wäre.

• Ich bin gegen eine Anlassgesetzgebung, die darauf abzielt, eine Aufstockung des Wien Museums und des Winterthurgebäudes zu ermöglichen und vor allem dafür, dass das äußere Erscheinungsbild der Karlskirche als anerkannter Teil des historischen Stadtzentrums von Wien, aber auch das Stadtbild und schützenswerte sonstige öffentliche Gegebenheiten nicht beeinträchtigt werden.

Mit freundlichen Grüßen